Wer in Nürnberg ein Bauvorhaben plant, merkt schnell: Der Untergrund wechselt hier auf kürzesten Distanzen. Zwischen den Sandsteinhängen des Burgbergs im Norden und den quartären Talfüllungen der Pegnitz im Süden liegen Welten – und genau dazwischen bewegt sich das Baugrundrisiko. Eine bodenmechanische Untersuchung ist in dieser Stadt mit ihren über 530.000 Einwohnern kein formaler Akt, sondern die Voraussetzung, um zwischen Gostenhof und Langwasser wirtschaftlich zu gründen. Wir begleiten Bauherren und Tragwerksplaner mit einem geotechnischen Labor, das nach DIN EN ISO 17892 prüft und dabei jede Bodenprobe im Zusammenhang mit der lokalen Geologie interpretiert. Gerade in den ehemaligen Auenbereichen der Pegnitz, wo holozäne Tone und organische Lagen anstehen, entscheidet die korrekte Klassifikation nach DIN 18196 über die Machbarkeit eines Projekts. Wer diese Arbeit unterschätzt, riskiert Setzungsschäden, die sich später nur mit großem Aufwand sanieren lassen. Eine belastbare bodenmechanische Untersuchung liefert nicht nur Kennwerte, sondern eine echte Entscheidungsgrundlage für die Gründung – und genau das braucht Nürnberg mit seiner heterogenen Geologie aus Keuper, Flugsand und Auffüllung.
Zwischen Burgberg und Pegnitz wechselt der Nürnberger Baugrund alle hundert Meter – wer das ignoriert, bezahlt mit Setzungen oder überdimensionierten Gründungen.









