Nürnberg liegt auf gut 300 Metern Höhe, umgeben von den Ausläufern der Fränkischen Alb. Die Topografie der Stadt ist bewegt – der Burgberg, die Hänge entlang der Pegnitz, die tief eingeschnittenen Bahntrassen. Jeder Eingriff in diese Hänge erfordert eine präzise Böschungsstabilitätsanalyse. In den letzten Jahren haben Starkregenereignisse im Juli 2021 und Dezember 2023 gezeigt, wie schnell gesättigte Böden ihre Scherfestigkeit verlieren. Genau hier setzen wir an. Unsere Standsicherheitsnachweise nach DIN 4084 und Eurocode 7 (EC 7-1) berücksichtigen das lokale Bodenprofil – oft verwitterter Keupersandstein über tonig-schluffigen Schichten. Bevor eine Baugrube in Nürnberg ausgehoben wird, klären wir die Geometrie und die Porenwasserdrücke. Ergänzend ziehen wir bei unklaren Untergrundverhältnissen eine Sondierung mit CPT hinzu, um die Schichtgrenzen zentimetergenau zu erfassen.
Die ungünstigste Gleitfuge findet man selten dort, wo man sie erwartet – oft entscheidet eine millimeterdünne Tonsteinlage über die Standsicherheit.



