Der Nürnberger Untergrund ist eine Wundertüte. Wer hier baut, trifft auf die wechselhaften Ablagerungen der Pegnitz, mächtige Sandlinsen aus dem Quartär und nicht selten auf jahrhundertealte Auffüllungen, die in keiner historischen Karte verzeichnet sind. Gerade im Westen der Stadt, wo die Keuperschichten ausstreichen, wechseln sich verwitterte Tonsteine mit lockeren Sanden ab – ein heterogenes Profil, das für konventionelle Gründungen schnell zum Problem wird. Die Bemessung der Rütteldruckverdichtung setzt genau hier an: Wir rechnen nicht mit idealisierten Bodenmodellen, sondern mit den realen Verhältnissen, die wir aus Dutzenden Projekten in der Metropolregion kennen. Eine sauber dimensionierte Verdichtung bringt Setzungen auf ein vertretbares Maß und verhindert kostspielige Nachbesserungen, die bei Nürnbergs sandig-schluffigen Böden sonst programmiert sind.
Eine korrekt bemessene Rütteldruckverdichtung reduziert Setzungen um 70 bis 85 Prozent – ohne Bodenaustausch und mit minimalem Eingriff ins Grundwasser.



