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Felddurchlässigkeitsversuch (Lefranc/Lugeon) in Nürnberg – praxisnah und normgerecht

Solide Grundlagen. Solide Entscheidungen.

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Die Bodenverhältnisse in Nürnberg könnten kaum unterschiedlicher sein: Im Norden dominieren die sandigen Keuperschichten um den Flughafen, während man in der südlichen Altstadt und in St. Leonhard oft auf verwitterte Burgsandsteine mit klüftigen Strukturen trifft. Wer in Nürnberg ein Bauvorhaben plant, das in den Untergrund eingreift – sei es eine Tiefgarage am Plärrer oder ein Versickerungsbecken im Knoblauchsland –, muss die Wasserdurchlässigkeit des Bodens exakt kennen. Der Felddurchlässigkeitsversuch nach Lefranc oder Lugeon liefert genau diese Kennwerte. Anders als Laborversuche erfasst er das Gebirge im natürlichen Verbund, samt Klüften und Inhomogenitäten. Unser Team führt den Felddurchlässigkeitsversuch seit Jahren im Großraum Nürnberg durch, abgestimmt auf die lokale Geologie und die Anforderungen der Wasserwirtschaftsämter.

Ein Lefranc-Versuch im heterogenen Nürnberger Keuper liefert oft realistischere kf-Werte als drei Laborversuche – weil er die Klüftigkeit des Gebirges miterfasst.

Unsere Leistungsbereiche

Methodik und Umfang

Ein zwölfgeschossiges Wohn- und Geschäftshaus an der Fürther Straße: Der Baugrund war heterogen – wechsellagernde Sandsteine und Tonsteine, darunter ein verwitterter Kluftgrundwasserleiter. Der Bauherr brauchte belastbare kf-Werte für die Bemessung der Baugrubenentwässerung. Wir setzten in drei Bohrungen den Lefranc-Versuch ein, in zwei tieferen Abschnitten zusätzlich den Lugeon-Test. Die gemessene Durchlässigkeit schwankte zwischen 2×10⁻⁶ m/s im Tonstein und 8×10⁻⁵ m/s im geklüfteten Sandstein. Solche Bandbreiten sind typisch für den Nürnberger Untergrund. Ergänzend zur Durchlässigkeit empfehlen wir bei klüftigem Fels oft die Baugrunderkundung per SPT-Bohrung, um die Lagerungsdichte der verwitterten Zonen zu erfassen. Für eine vollständige Sieblinie greifen wir auf die Korngrößenanalyse im Labor zurück, wenn der Feldversuch allein nicht ausreicht. Unser akkreditiertes Labor nach DIN EN ISO 17025 gewährleistet dabei die normgerechte Durchführung.
Felddurchlässigkeitsversuch (Lefranc/Lugeon) in Nürnberg – praxisnah und normgerecht
Technische Referenz — Nuremberg

Lokale Besonderheiten

Im Nürnberger Stadtgebiet sehen wir regelmäßig, dass Bauherren die Streuung der Durchlässigkeiten unterschätzen und nur einen einzigen Versuch ansetzen – das rächt sich spätestens beim Wasserhaltungskonzept. Ein Felddurchlässigkeitsversuch in Nürnberg muss die geologische Varianz abbilden: Die quartären Talfüllungen der Pegnitz verhalten sich völlig anders als der Festgesteinsaquifer im Burgsandstein. Wer zu wenige Teststrecken bohrt oder den falschen Versuchstyp wählt, riskiert eine Unterdimensionierung der Dränage oder eine Überschätzung der Versickerungsleistung. Die Folge sind Nachtragsangebote, Bauzeitverzug oder im schlimmsten Fall hydraulischer Grundbruch. Unsere Projektleiter kennen die kritischen Horizonte in Nürnberg – vom Grundwasserleiter bis zum Stauer – und legen die Testintervalle entsprechend fest.

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Geltende Normen

DIN 18130-1:1998 – Bestimmung des Wasserdurchlässigkeitsbeiwerts (Feldversuche), DIN EN ISO 22282 (Teile 1–6):2012 – Geotechnische Erkundung und Untersuchung: Geohydraulische Versuche, Eurocode 7: EN 1997-2:2007 – Geotechnische Erkundung und Untersuchung (Felduntersuchungen)

Referenzparameter

ParameterTypischer Wert
VersuchstypenLefranc (locker/verwittert), Lugeon (Fels/Kluft)
Bohrdurchmesser100–146 mm (Lefranc), 76 mm (Lugeon)
Teststrecke0,5–2,0 m abgepackert
Messbereich kf1×10⁻⁸ bis 1×10⁻³ m/s
Normative GrundlageDIN 18130-1, EN 1997-2:2007
PrüfmediumWasser, konstanter oder fallender Druck
DokumentationProtokoll mit Q/h-Diagramm und kf-Berechnung

Fragen und Antworten

Was kostet ein Felddurchlässigkeitsversuch in Nürnberg?

Die Kosten für einen Felddurchlässigkeitsversuch in Nürnberg liegen je nach Aufwand, Versuchstyp und Bohrtiefe üblicherweise zwischen €530 und €880 pro Teststrecke. Darin enthalten sind die Bohrung, der Versuch selbst, die technische Auswertung und der Prüfbericht nach DIN 18130. Bei mehreren Tests in einer Kampagne reduzieren sich die Kosten durch Synergieeffekte.

Wann brauche ich einen Lefranc- und wann einen Lugeon-Versuch?

Der Lefranc-Versuch eignet sich für Lockergesteine und stark verwitterte Felszonen mit kf-Werten über 1×10⁻⁷ m/s – typisch für die quartären Sedimente und die Verwitterungszone des Keupers in Nürnberg. Der Lugeon-Test kommt im klüftigen Festgestein zum Einsatz, wenn die Durchlässigkeit geringer ist und das Gebirge unter höherem Druck beaufschlagt werden muss, etwa im kompakten Burgsandstein.

Wie viele Felddurchlässigkeitsversuche sind für mein Bauvorhaben notwendig?

Die Anzahl richtet sich nach der Größe des Baufelds und der geologischen Heterogenität. In Nürnberg empfehlen wir mindestens drei Versuche pro Homogenbereich – bei stark wechselnden Schichten, wie sie entlang der Pegnitzauen auftreten, auch mehr. Die DIN EN 1997-2 gibt hier einen normativen Rahmen vor, den wir in der Planungsphase gemeinsam mit dem Baugrundgutachter konkretisieren.

Kann der Felddurchlässigkeitsversuch auch zur Bemessung von Versickerungsanlagen genutzt werden?

Ja, der Felddurchlässigkeitsversuch liefert den kf-Wert, der nach DWA-A 138 für die Dimensionierung von Versickerungsanlagen benötigt wird. In Nürnberg ist das besonders relevant für Baugebiete im Knoblauchsland oder entlang der Rednitz, wo die Versickerungsfähigkeit stark variiert. Unser Prüfbericht enthält alle Angaben, die das Wasserwirtschaftsamt für die Genehmigung fordert.

Standort und Servicegebiet

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