Die Bodenverhältnisse in Nürnberg könnten kaum unterschiedlicher sein: Im Norden dominieren die sandigen Keuperschichten um den Flughafen, während man in der südlichen Altstadt und in St. Leonhard oft auf verwitterte Burgsandsteine mit klüftigen Strukturen trifft. Wer in Nürnberg ein Bauvorhaben plant, das in den Untergrund eingreift – sei es eine Tiefgarage am Plärrer oder ein Versickerungsbecken im Knoblauchsland –, muss die Wasserdurchlässigkeit des Bodens exakt kennen. Der Felddurchlässigkeitsversuch nach Lefranc oder Lugeon liefert genau diese Kennwerte. Anders als Laborversuche erfasst er das Gebirge im natürlichen Verbund, samt Klüften und Inhomogenitäten. Unser Team führt den Felddurchlässigkeitsversuch seit Jahren im Großraum Nürnberg durch, abgestimmt auf die lokale Geologie und die Anforderungen der Wasserwirtschaftsämter.
Ein Lefranc-Versuch im heterogenen Nürnberger Keuper liefert oft realistischere kf-Werte als drei Laborversuche – weil er die Klüftigkeit des Gebirges miterfasst.



