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Schürfgruben in Nürnberg: Geotechnische Erkundung für tragfähige Baugründe

Solide Grundlagen. Solide Entscheidungen.

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Der Nürnberger Untergrund ist geprägt von den Schichten des mittelfränkischen Beckens – überwiegend Sandsteinkeuper mit eingelagerten Ton- und Schluffsteinen, stellenweise von quartären Talsanden des Pegnitztals überlagert. Wer im Stadtgebiet ein Bauvorhaben plant, muss mit stark wechselnden Bodenverhältnissen rechnen, oft bereits auf den ersten Metern unter GOK. Eine Schürfgrube liefert hier den direktesten Einblick in die anstehende Schichtenfolge. Anders als bei indirekten Sondierverfahren sieht man bei der Schürfgrube das Bodengefüge in situ: Schichtgrenzen, Verwitterungszonen, Fremdeinlagerungen. Für die präzise Probenahme ungestörter Bodenproben, etwa aus dem verwitterten Burgsandstein im Nürnberger Norden, ist die manuelle oder maschinelle Schürfgrube das Mittel der Wahl. Ergänzend setzen wir in tiefgründigeren Lagen die SPT-Bohrung ein, wenn es um die Ermittlung der Lagerungsdichte in sandigen Auelehmen der Pegnitz geht.

Die Schürfgrube ist der einzige Bodenaufschluss, der eine makroskopische Beurteilung des Gefüges im ungestörten Zustand erlaubt – essenziell im heterogenen Nürnberger Keuper.

Unsere Leistungsbereiche

Methodik und Umfang

Rund 540.000 Einwohner und ein dynamisches Wirtschaftswachstum treiben die Bautätigkeit in Nürnberg kontinuierlich an – von der Neubebauung ehemaliger Industrieflächen in Gostenhof bis zur Nachverdichtung in den südlichen Stadtteilen. Die Schürfgrube ist dabei das zentrale Element der Baugrunderkundung, weil sie eine detaillierte Bodenansprache nach DIN EN ISO 14688 ermöglicht. Unser Team dokumentiert Schichtverläufe, Wasserzutritte und die Konsistenz bindiger Horizonte direkt am Profil. Eine typische Schürfgrube in Nürnberg erreicht Tiefen zwischen 1,50 m und 3,00 m – das reicht aus, um die Verwitterungsdecke des Unteren Burgsandsteins zu durchteufen. Die gewonnenen gestörten und ungestörten Proben werden im akkreditierten Labor auf Kornverteilung und Konsistenzgrenzen analysiert. Bei bindigen Böden mit organoleptischen Auffälligkeiten kombinieren wir die Erkundung mit der Korngrößenanalyse zur Bestimmung der Bodengruppe nach DIN 18196. Für Gründungsfragen auf gering tragfähigen Deckschichten empfehlen wir zudem den Plattendruckversuch direkt auf der Schürfgrubensohle.
Schürfgruben in Nürnberg: Geotechnische Erkundung für tragfähige Baugründe
Technische Referenz — Nuremberg

Lokale Besonderheiten

Die quartären Talfüllungen der Pegnitz und ihrer Nebengewässer sind in Nürnberg tückisch: Wechsellagerungen von gering tragfähigen Auelehmen und wasserführenden Sandlinsen können schon bei kleinen Schürfgruben zu Stabilitätsproblemen führen. Ohne eine fachgerecht angelegte Schürfgrube bleiben solche Inhomogenitäten unentdeckt – das Risiko für unerwartete Setzungen oder gar Böschungsversagen während der Bauphase steigt massiv. Besonders kritisch ist das im Pegnitztal, wo der Grundwasserflurabstand oft weniger als 2,00 m beträgt und die Grubensohle im grundwassererfüllten Bereich liegt. Hier ist eine sorgfältige Wasserhaltung und die Bewertung der Auftriebssicherheit unverzichtbar. Auch die Hangbereiche am Stadtrand, etwa in Mögeldorf oder am Schmausenbuck, bergen Risiken: Hangrutschungen im verwitterten Sandsteinkeuper sind keine Seltenheit, wenn die Schichten im Zuge der Erkundung falsch eingeschätzt werden. Eine Schürfgrube liefert die notwendige Klarheit, um die Standsicherheit des Baugrunds zweifelsfrei zu beurteilen.

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Geltende Normen

DIN 4021: Baugrund – Aufschluss durch Schürfe und Bohrungen sowie Entnahme von Proben, DIN EN ISO 14688-1: Geotechnische Erkundung und Untersuchung – Benennung und Beschreibung von Boden, DIN 4124: Baugruben und Gräben – Böschungen, Verbau, Arbeitsraumbreiten

Referenzparameter

ParameterTypischer Wert
Maximale Aufschlusstiefe3,00 m (Regelfall), tiefer bei geböschter Grube
Normative GrundlageDIN 4021, DIN EN ISO 14688
ProbenahmeGestört (Eimer) und ungestört (Ausstechzylinder)
DokumentationFotodokumentation, Schichtenverzeichnis 2D/3D
ArbeitsschutzDIN 4124 (Böschungswinkel, Verbau ab 1,25 m)
Typische Böden NürnbergAuelehm, Flugsand, Burgsandstein-Zersatz, Blasensandstein
WasserhaltungBei Bedarf Pumpensumpf in Grubensohle

Fragen und Antworten

Wie tief darf eine Schürfgrube in Nürnberg ohne Verbau angelegt werden?

Gemäß DIN 4124 darf eine Schürfgrube ohne Verbau bis 1,25 m Tiefe bei lotrechten Wänden ausgeführt werden. Bei tieferen Aufschlüssen muss geböscht werden – der Böschungswinkel richtet sich nach der Bodenart. Im Nürnberger Sandsteinkeuper sind meist 45° bei nicht bindigen, 60° bei bindigen Böden anzusetzen.

Was kostet eine Schürfgrube in Nürnberg?

Die Kosten für eine fachgerechte Schürfgrube in Nürnberg bewegen sich typischerweise zwischen €440 und €650, abhängig von Tiefe, Bodenverhältnissen und erforderlichem Arbeitsschutz. Darin enthalten sind die Anlage, Profilaufnahme, Probenahme und Dokumentation. Laborkosten werden separat abgerechnet.

Welche Genehmigungen brauche ich für eine Schürfgrube auf meinem Grundstück?

Im Nürnberger Stadtgebiet ist eine Schürfgrube als geotechnische Erkundungsmaßnahme grundsätzlich genehmigungsfrei, wenn sie unter 3,00 m Tiefe bleibt und keine Leitungen gefährdet werden. Eine Leitungsauskunft bei den Stadtwerken Nürnberg sollte jedoch vor jeder Ausführung eingeholt werden, um Kollisionen mit Sparten zu vermeiden.

Wie erkenne ich in der Schürfgrube den Übergang vom Verwitterungshorizont zum Festgestein?

Im Nürnberger Burgsandstein zeigt sich der Übergang durch eine deutliche Farbänderung von ockerbraun zu rötlich-violett, begleitet von einer sichtbaren Zunahme des Kornverbands. Der Fingerprobe-Ritztest hilft: Im Zersatz lässt sich das Korn lösen, im Festgestein nicht mehr. Unser Team dokumentiert diese Grenze fotografisch und zeichnerisch im Schichtenprofil.

Standort und Servicegebiet

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