Auf dem Messtisch liegt die vieradrige Wenner-Anordnung, daneben das Geoelektrik-Messgerät mit 250 Watt Sendeleistung. Jede Elektrode wird mit einem Edelstahldorn 40 Zentimeter tief in den verwitterten Keuperlehmschluff des Knoblauchslandes getrieben. Der Kontaktwiderstand muss unter 2 Kiloohm liegen, sonst wässern wir mit Kochsalzlösung nach. In Nürnberg treffen wir unterhalb quartärer Sande auf den stark heterogenen Sandsteinkeuper – Burgsandstein, Coburger Sandstein, Blasensandstein – dessen Verwitterungsgrad auf kurzer Distanz springen kann. Die VES-Sonde bildet ab, wo der Felszersatz beginnt und wo geschlossene Sandsteinbänke anstehen. Bei einer Auslage von 60 bis 120 Metern erreichen wir Erkundungstiefen von 15 bis 30 Metern, ausreichend für die meisten Hochbau- und Verkehrsprojekte im Stadtgebiet. Bevor der Bohrmeister den ersten Meter abteuft, kombinieren wir die VES gern mit dem SPT-Bohrung-Resultat, um den elektrisch ermittelten Schichtaufbau an einer Aufschlussstelle zu kalibrieren.
Der Sandsteinkeuper zeigt 80 bis 300 Ohm-Meter, quartäre Kiese liegen bei 800 – dieser Kontrast trennt den verwitterten Fels vom tragfähigen Schotter auf den ersten Blick.



